Stade Entdecken und Erleben

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Stade ist eine moderne Mittelstadt an der Unterelbe. Obwohl die Stadt ein wichtiges Industriezentrum darstellt, hat sie für den interessierten Besucher viele Anziehungspunkte zu bieten. Das große Problem der Stadt besteht darin, dass sie sozusagen im Schatten von Hamburg liegt. Die meisten Touristen zieht es lieber in die knapp 50 Kilometer entfernte Elbmetropole. Dabei hat Stade mit seinen nicht ganz 50.000 Einwohnern eine Vielzahl Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das verwundert nicht, wenn man die lange Geschichte und historische Bedeutung des Ortes berücksichtigt.

Aufgrund günstiger natürlicher Bedingungen entstand schon früh ein Landeplatz für kleine Schiffe an der Mündung der Schwinge in die Elbe, etwas nördlich der heutigen Stadt. Dort konnten erste Siedlungsspuren auf die Zeit um 1000 v. Chr. datiert werden. Spätestens ab dem 7. Jahrhundert A.D. war der Ort ständig besiedelt. Im Mittelalter war Stade ein bedeutender Handelsplatz und Mitglied des Hansebundes. Daneben war die Stadt über lange Zeit eine wichtige Garnisonsstadt und Zollstation für die Schiffe auf der Elbe. Obgleich Stade mehr als 100 Kilometer von der Nordsee entfernt liegt, verfügt es über einen modernen Binnenhafen, der von Hochseeschiffen mit einem Tiefgang bis zu 14 Metern angelaufen werden kann.

Aus der frühen Periode der Stadt sind leider nicht viele Bauwerke erhalten geblieben, da durch einen großen Stadtbrand, etwa ein Jahrzehnt nach dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs, der größte Teil der mittelalterlichen Stadt vernichtet wurde. Die Stadt wurde rasch wieder aufgebaut und heute stellen die markanten Fachwerkhäuser der Altstadt einen bedeutenden Anziehungspunkt dar. Besonders sehenswert ist das Gebiet um den ehemaligen Hansehafen mit dem früheren Schwedenspeicher vom Anfang des 18. Jahrhunderts. An verregneten Tagen laden mehrere Museen und Freiluftanlagen, darunter auch ein Museumsschiff und eine Festung, die Besucher zum Erkunden ein. In Stade bestehen bis heute 4 Brüderschaften aus der Zeit des Mittelalters und der frühen Neuzeit; sie dienten hauptsächlich sozialen Zwecken. Ihre Stiftungsfeste dienen bis heute solchen Zielen und sind eine kulturelle Bereicherung des Stadtlebens.

Geschrieben von Oliver Schmid

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