Geschichte: Besiedlung Stadtgründung und Mittelalter

Stade gehört zu den ältesten Städten im Norden Deutschlands und existiert bereits seit ca. 1.400 Jahren. Die ersten Siedler bewanderten die Gebiete um das heutige Stade jedoch schon sehr viel früher. Ihr Eintreffen wird etwa auf 1.000 v. Chr. geschätzt. Ab 650 n. Chr. entwickelte Stade sich zu einer befestigten Ortschaft mit den ersten einfachen Häfen. Dort wurde im späteren Verlauf eine Burganlage erbaut, welche jedoch schon zu Beginn des 9. Jahrhunderts n. Chr. nicht mehr existierte. Infolge dessen wurde das damalige Stade nach Nordosten verlegt und fand sich nun nahe dem Urstromtal der Elbe wieder. Stade bildete bis ins 13. Jahrhundert hinein zwischen Cuxhaven und Hamburg den bedeutendsten natürlichen Hafen. Weiterhin stellte es einen Übergangsort über die Elbe dar, wobei die Handelsstraße auf zwei Fernhandelswege nach Hannover und Paderborn traf. Um 994 n. Chr. plünderten Wikinger die Siedlung Stade. Nachdem man sich davon wieder erholt hatte, baute man im Jahre 1000 den einfachen Hafen zum Alten Hansehafen aus.

Mit Beginn des Mittelalters hatte sich Stade in fünf Stadtteile gegliedert. Es gab das Klosterviertel, das Kaufmannsviertel, das Viertel des Bischofs, das Fischerviertel und das Burgviertel, welches den Grafen galt. Jedes der Viertel besaß seine eigene Kirche. Nachdem alle Grafen von Stade, welche dem Geschlecht der Udonen angehörten, ausstarben, ging es in den Besitz von Heinrich dem Löwen über. Als auch dieser entmachtet wurde, entstand ein Wettstreit zwischen dem Erzbistum Bremen und den Welfen, welche sich Stade einverleiben wollten. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts bekam Stade von Kaiser Otto IV. das Stadtrecht verliehen. Stade wurde von Anfang an Hansemitglied. 1361 wurde Stade mit Erhaltung des Rechtes, sowie Bündnisse zu schließen, zu einer Freien Reichsstadt. Da hier auch die Reformation zugange war, wurde Stade mehrheitlich evangelisch. 1601 endete für die Stadt die Mitgliedschaft in der Hanse aufgrund der Aufnahme englischer Tuchkaufleute.

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